Lübeck

Plattdüütsch

Lübeek – 500 Johr lang dat Zentrum vun de Hanse. De Stadt op de Traavinsel –  en Hanse-Märken ut Backsteen. In´t Raathuus an´n Markt kaamt Gesandte vun bummelig 50 Städer op de „Hansedaag“ tosamen. Siet dat 13.Johrhunnert herrscht se jümmers mehr över de Hannelssteden an de Noord- un Oostsee un se wiest de Konkuraans, wat Saak is – ünner witt-rode Farven. Lübeek nennt sik de „Königin vun de Hanse“. Dat ogenfällige Borgtor in de Stadtmuer hoolt Wacht över de eenzige Landweg na de Binnenstadt mit de Hannelshüüs vun de rieken Koopmannsfamilien. Dat Holstentor, fröher Bollwark för lüübsche Rechts-Freeheit –  hüüt dat Wohrteken vun Lübeek. Direktemang blangenan, an´n olen Hannelsweg vun de Traav, de Soltspieker: Hier logert dat „witte Gold“ ut Lümborg un geiht vun hier op de Scheep na den helen Oostseeruum. De Geld veel verdeent, kann as en König afgeven: dat Hillige-Geist-Hospital för Sieke un Ole – en vun de öllsten Wohlfohrts-Inrichten in Europa. De „Schippergesellschap“, dat Gillhuus vun de Schippfohrts-Kompanien, vertellt hüüt noch vun „königliche“ Suup- un Eetorgien vun de Hannelsschipper. Kriegt sik de Bergen-, Nowgorod-, London- un Schonen-Föhrer in de Wull, warrt hier na dat „lübsche Recht“ schlichtt. Ok königlich överraagt jümmers noch de St.Marien-Kark de Stadt. De Raat vun de Stadt hett se düütlich höger as den Doom vun de Bischop buut – nich to översehn as Macht-Teken vun de Lübeker Fernhannels-Kooplüüd.

Hochdeutsch

Lübeck – 500 Jahre lang Zentrum der Hanse. Heute ist die Stadt auf der Trave-Insel ein Hanse-Märchen aus Backstein. Im Rathaus am Marktplatz trafen sich Gesandte von etwa 50 Städten zu den sogenannten „Hansetagen“. Seit dem 13. Jahrhundert beherrschten sie immer mehr die Handelsplätze an Nord- und Ostsee, lehrten ihren Konkurrenten das Fürchten – unter weiß-roten Farben. Lübeck rühmte sich als „Königin der Hanse“. Das markante Burgtor in der Stadtmauer bewachte die einzige Landverbindung in die Innenstadt zu den Handelshäusern reicher Kaufmannsfamilien. Das Holstentor, einst Bollwerk lübischer Rechts-Freiheit, ist heute Lübecks Wahrzeichen. Direkt daneben, am alten Handelsweg der Trave, die Salzspeicher: vor seiner Verschiffung in den gesamten Ostseeraum wurde hier das „weiße Gold“ aus Lüneburg gelagert. Wer viel Geld verdient, kann auch „königlich“ abgeben: das „Heiligen-Geist-Hospital“ für Kranke und Alte – eine der ältesten Wohlfahrts-Einrichtungen Europas. Die „Schiffergesellschaft“, das Gildehaus der Schifffahrts-Kompanien, das unverändert von „königlichen“ Gelagen der Handelsschiffer erzählt. Streit zwischen den Kaufleuten, den „Bergen-, Nowgorod-, London- und Schonen-Fahrern wurde hier nach „lübischem Recht“ geschlichtet. Ebenfalls königlich überragt noch immer St. Marien die Stadt. Vom Rat der Stadt deutlich höher als der Dom des Bischofs errichtet – unübersehbares Macht-Symbol der Lübecker Fernhandels-Kaufleute.

English

Lübeck – center of the Hanseatic League for 500 years. Today, the city on the Trave Island is a Hanseatic fairy tale made of brick. Envoys from around 50 cities met in the town hall on the market square for the so-called „Hanseatic Days“. From the 13th century onwards, they increasingly dominated the trading centers on the North Sea and the Baltic Sea, teaching their competitors to fear them – under white and red colors. Lübeck prided itself as the „Queen of the Hanseatic League“. The striking castle gate in the city wall guarded the only land connection into the city center to the trading houses of rich merchant families. The Holsten Gate, once the bulwark of Lübeck’s legal freedom, is now Lübeck’s landmark. Right next to it, on the old trade route of the Trave, the salt warehouses: before it was shipped to the entire Baltic region, the „white gold“ from Lüneburg was stored here. If you earn a lot of money, you can also give away „royally“: the „Heiligen-Geist-Hospital“ for the sick and the elderly – one of the oldest welfare institutions in Europe. The „Schiffergesellschaft“, the guild house of the shipping companies, which still tells of „royal“ banquets of the merchant skippers. Disputes between the merchants, the „Bergen, Novgorod, London and Scania sailors were settled here according to „Lübisches Recht“. Also royal, St. Mary’s still towers over the city. Built by the city council significantly higher than the bishop’s cathedral – unmistakable symbol of power of the Lübeck long-distance merchants.

Hansestadt Lübeck

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